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Parks und Gärten auf Brachen: Umnutzung industrieller Flächen im Ruhrgebiet

Parks und Gärten auf Brachen: Umnutzung industrieller Flächen im Ruhrgebiet
Autor: Tanja Hasselberg
Titel: Parks und Gärten auf Brachen: Umnutzung industrieller Flächen im Ruhrgebiet
Seiten: 270   Abb: 182 
ISBN/Art.: 978-3-88462-316-9


48,00 EUR

Buchbeschreibung

Die Gartenkunst orientiert sich an den Ideen und Traditionen der Vergangenheit sowie der Umweltsituation und den gesellschaftlichen Verhältnissen der Gegenwart, so dass schrittweise Mischformen entstehen, die zu gänzlich neuen Strukturen und Bedeutungen führen und zugleich den Anfang für eine neue Entwicklung darstellen. Auf die Frage, wie ein Park des 21. Jahrhunderts konkret gestaltet sein muss, bietet zum Beispiel der Emscher Landschaftspark im Ruhrgebiet einen innovativen Lösungsansatz. Denn das Konzept greift Entwicklungspotentiale auf, die bis dato als unvereinbar in der Gartenkunst galten. Kontaminierte Böden und verwilderte Brachen stehen nun zum Beispiel gleichwertig neben intensiv gestalteten Flächen und anstelle einer abgeschlossenen Planung und einem fest umrissenen Gestaltungsziel wird ein offener Prozess mit wechselnden Gebietsgrößen und nicht näher benanntem Endergebnis angestrebt. Um trotz der enormen Größe und der Heterogenität der integrierten Flächen des Emscher Landschaftsparks konkrete Aussagen treffen zu können, wurde der Landschaftspark Duisburg-Nord als repräsentatives Untersuchungsobjekt ausgewählt. Er umfasst nahezu das gesamte Gebiet des Grünzugs A des Emscher Landschaftsparks und liegt zwischen den Stadteilen Hamborn, Meiderich und Neumühl auf dem ca. 200 ha großen Gelände des ehemaligen Hüttenbetriebes Duisburg-Meiderich und wurde 1989 im Rahmen der Internationale Bauausstellung Emscher-Park umgestaltet. Der Blick in die Gegenwart wird ergänzt durch interessante Vergleichsobjekte aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Denn die ehemaligen Steinbrüche und gegenwärtigen Parkanlagen Hardt in Wuppertal und Dimbeck in Mülheim an der Ruhr bieten nicht nur zeitspezifische Konzepte für die Umnutzung von Brachen, sondern auch Gestaltungsideen für die stetige Anpassung an die Bedürfnisse der Besucher. Wie weit diese Ergebnisse aber auf andere Standorte übertragbar sind oder ob sie überhaupt den Anforderungen der Postmoderne gerecht werden, wird sich allerdings erst nach einiger Zeit herausstellen können. Dennoch ist eins schon jetzt gewiss, Industriebrachen sind nicht nur aufgrund ihrer Fülle und formalen Heterogenität das neue Experimentierfeld der Gartenkunst, sondern auch wegen ihrer eigenen Ästhetik und ihres noch unverbrauchten Charakters.