Produktbeschreibung
Immer mehr Künstler·innen aus der Mehrheitswelt jenseits des klassischen "Westens" verhandeln Fragen nach der eigenen Geschichte und Herkunft anhand von Fotografien aus der Kolonialzeit. In ihren Werken verbinden sie persönliche Erlebnisse mit kollektiven Erfahrungen, verknüpfen Gedächtnisspuren mit künstlerischer Imagination. Durch textile, fotografische, filmische und skulpturale Collagen entstehen neue Erinnerungen, die nicht bei einer historischen Reflexion kolonialistischer Unterdrückung haltmachen, sondern in Bewegung bleiben, sich widersetzen und als lebendiges Fundament für die Zukunft dienen. Der Band Fast ein Paradies, der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Museum Rietberg erscheint, ist die erste Gesamtschau dieses internationalen Phänomens. Texte zu den beteiligten Künstler·innen werden ergänzt durch kritische Beiträge zur Geschichte der kolonialzeitlichen Fotografie.