Produktbeschreibung
Der Dresdner Architekt Wolfgang Rauda (1907–1971) konnte in der Nachkriegsmoderne nur schwer Fuß fassen. Sowohl in der DDR als auch, nach seiner Flucht, in der BRD nahm er mit seiner architektonischen Haltung zwischen Tradition und Moderne eine konfliktreiche Position ein. In den 1920er Jahren traditionalistisch in der Stuttgarter Schule ausgebildet und aufstrebender Architekt im Nationalsozialismus schuf er mit seinen theoretischen wie praktischen Arbeiten in Ost und West ein bislang wenig beachtetes Konzept einer Stadtbaukunst, mit dem er Tradition und Moderne verbinden wollte. Damals wenig beachtet lässt Rauda aus heutiger Sicht bereits Prinzipien der späteren Postmoderne erahnen: vom städtebaulichen Leitbild der „Kritischen Rekonstruktion“ bis hin zur architektonischen Rekonstruktion.