Produktbeschreibung
Dokumentation, PAL, Farbfilm, 45 Min. VHS ist noch originalverschweißt, wurde demnach noch nie abgespielt, lediglich die Hülle ist an den Ecken etwas angestoßen. Der 1930 im mecklenburgischen Wendorf geborene Günther Uecker erhob bereits in den 50er Jahren, nach >klassischem< Akademiestudium in Berlin und Düsseldorf, den Nagel zum bevorzugten und seither immer wieder variierten Bestandteil seiner Formensprache. In einer bewußten Gegenreaktion auf den Farbreichtum des Abstrakten Expressionismus wandte er sich dem Prinzip der Monochromie zu -- orientiert an den Vorbildern wie den Italienern Lucio Fontana und Piero Manzoni oder Yves Klein, dem Mitbegründer des französichen Nouveau Réalisme. Fast zeitgleich mit der Proklamation dessen richtungsweisenden programms schloß sich Uecker der 1957 von heinz Mack und Otto Piene ins Leben gerufenen Gruppe >Zero< (Null=Zone des Schweigens vor dem Neubeginn) an. Seine Arbeiten aus jenen Jahren - bewegte oder statische, fast ausschließlich weiße Nagelreliefs - erzielen ihre unverändert faszinierende Wirkung durch das Licht, das sich >als Sphäre allen Lebens< auf tausendfache Weise in ihnen bricht. Der Film zeigt typische Werke aus der frühen Schaffensperiode des >Nagelkünstlers<, greift aber - z.B. mit den Aschebildern - auch spätere Entwicklungsphasen seines OEuvres auf. Ebenso werden seine großen Ausstellungserfolge dokumentiert, und die Museumsdirektoren einiger bedeutender Sammlungen nehmen Position zu Ueckers Stellenwert in der Kunst des letzten Jahrzehnte. Darüber hinaus begleitet der Film Uecker in seine Heimat Mecklenburg, vor deren Kulisse der Künstler sich selbst zu seinem Leben und Werk äußert.