Klimaadaptive Fassaden (Detail 5.2026)

Art.Nr.: 100096

Erscheinungsjahr: 2026

Seiten: 0

ISBN/Art.: 100096



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Produktbeschreibung

Wir reden gerne übers Wetter. Gebaut wird meistens dagegen. Als Schnittstelle zwischen Innen und Außen spielen Fassaden eine Schlüsselrolle, damit ein Bauwerk nicht gegen das Klima arbeitet, sondern dynamisch mit ihm lebt. Von den vernakulären Lehmbauten in trockenheißen Klimazonen und den Doppelkastenfenstern der europäischen Altbauten bis zum Blendenmechanismus für das Institut du monde arabe von Ateliers Jean Nouvel haben schon zahlreiche historische Vorbilder bewiesen, wie der Spagat zwischen Repräsentation und Schutzfunktion gelingen kann. Klimapuffer, Solarkamine und Photovoltaik finden sich heute im Werkzeugkoffer internationaler Architekturbüros. Die PV-Module der Fassade für das Polizeigebäude in Chur hat das Schweizer Studio Comamala Ismail in zwei Neigungen montiert. Foster + Partners adaptieren traditionelle Windtürme für das Zayed National Museum in Abu Dhabi. Für das Hochschulgebäude in Toronto kombinieren Moriyama Teshima Architects und Acton Ostry Architects aktive und passive Systeme. Das Prinzip des vorgelagerten Wintergartens als klimatische Pufferzone hat sich mit dem Tour Bois le Prêtre als neuer Standard etabliert. Hier im Heft dokumentieren wir die Hochhausscheibe Peterbos 9 in Anderlecht von Lacaton & Vassal und 51N4E. Was zählt, sind die inneren Werte der äußeren Hülle. Architektur muss atmen. Gute Fassaden sind die bessere Klimaanlage.